Was projektbezogen bearbeitet werden kann
- Grundbruch-, Gleit- und Lagesicherheitsnachweise
- Stützwände und Baugrubensicherungen
- Unterfangungen im Bestand
- Pfahlgründungen
- Kombinierte Pfahl-Platten-Gründungen (KPP)
Die Gründung bildet die Schnittstelle zwischen Tragwerk und Baugrund. Belastbare Lösungen setzen ein geeignetes Baugrundmodell, nachvollziehbare Einwirkungen und eine enge Abstimmung mit der Tragwerksplanung voraus.
Baugrunderkundung und Baugrundgutachten werden von einem dafür qualifizierten Baugrund- beziehungsweise Geotechnikbüro erstellt. MS-Baustatik bearbeitet die vereinbarten Gründungs- und Tragwerksnachweise im fachlich zulässigen Umfang auf dieser Grundlage und stimmt erforderliche Schnittstellen zu Baugrube, Spezialtiefbau und Nachbarbebauung ab.
Aus Baugrundgutachten, Grundwasserangaben, Geometrie und Lasten wird ein nachvollziehbares Berechnungsmodell abgeleitet. Tragfähigkeit, Gebrauchstauglichkeit, Setzungen und Bauzustände werden getrennt betrachtet. Bei komplexen Aufgaben werden Wechselwirkungen zwischen Bauwerk, Gründung, Baugrube und Nachbarbebauung ausdrücklich berücksichtigt.
Die maßgebenden Punkte werden nicht isoliert, sondern als zusammenhängendes System aus Tragwirkung, Gebrauchstauglichkeit, Konstruktion und Ausführung betrachtet.
Schichtenfolge, Kennwerte, Grundwasser und geotechnische Randbedingungen werden aus einem projektspezifischen Baugrundgutachten übernommen und in ein geeignetes Berechnungsmodell übersetzt.
Grundbruch, Gleiten, Kippen und Auftrieb betreffen die Sicherheit. Setzungen und Setzungsunterschiede betreffen die Gebrauchstauglichkeit und die Verträglichkeit mit dem Tragwerk.
Baugrube, Wasserhaltung, Unterfangung und Nachbarbebauung können maßgebender sein als der Endzustand. Deshalb werden Herstellung und Lastumlagerung in die Planung einbezogen.
Belastbare Ergebnisse entstehen nur auf einem abgestimmten Planstand. Deshalb werden Zuständigkeiten, benötigte Zuarbeiten und technische Abhängigkeiten vor der Detailbearbeitung benannt.
Der Ablauf wird an Größe, Planungsstand und technische Tiefe des Vorhabens angepasst.
Die Antworten geben eine erste fachliche Orientierung. Die konkrete Lösung ergibt sich erst aus Gebäude, Nutzung, Planstand und vorhandenen Grundlagen.
Die Gründung benötigt belastbare Angaben zum standortbezogenen Baugrund. Umfang und Tiefe der Erkundung legt ein dafür qualifiziertes Baugrundbüro passend zum Projekt fest.
Pfähle können sinnvoll sein, wenn oberflächennahe Schichten Lasten oder Setzungsanforderungen nicht ausreichend aufnehmen. Die Auswahl erfolgt erst nach Bewertung von Baugrund, Lastniveau, Herstellbarkeit und Wirtschaftlichkeit.
Unterschiedliche Verformungen zwischen Stützen, Wänden, Gebäudeteilen oder Bestand und Neubau können zusätzliche Zwängungen und Schäden verursachen. Tragwerk und Gründung werden deshalb gemeinsam betrachtet.
Eine kurze Beschreibung genügt für die erste Einordnung. Die erste Rückmeldung erfolgt in der Regel innerhalb eines Werktags.
Der Fachbeitrag erläutert wichtige Grundlagen und hilft bei der Vorbereitung.