Was reicht für die erste Anfrage?
Beschreiben Sie, was Sie bauen oder verändern möchten, wo das Gebäude steht und wie weit die Planung ist. Vorhandene Skizzen oder Pläne helfen bei der Einordnung. Fehlende Unterlagen sollten Sie benennen; Sie müssen nicht vor dem ersten Gespräch eine vollständige Bauakte beschaffen. Auch ein gewünschter Baustart ist hilfreich, damit Untersuchung, Planung und gegebenenfalls Prüfung realistisch eingeordnet werden können.
Welche Grundlagen braucht ein Neubau?
Aktuelle Grundrisse, Schnitte und Ansichten beschreiben Geometrie, Höhen und Öffnungen. Hinzu kommen Angaben zur Nutzung, gewünschten Bauweise und besonderen Lasten, etwa aus technischen Anlagen. Für die Gründungsplanung werden belastbare Angaben zum Baugrund benötigt. Architektur, Tragwerksplanung und gegebenenfalls Geotechnik stimmen ab, wann welche Informationen vorliegen müssen.
Was ist beim Umbau wichtig?
Bestandspläne, frühere statische Berechnungen und Konstruktionszeichnungen helfen, die Tragstruktur zu verstehen. Markieren Sie die geplanten Eingriffe im Grundriss und ergänzen Sie Fotos. Vorhandene Unterlagen werden mit der tatsächlichen Situation abgeglichen. Fotos allein zeigen beispielsweise weder zuverlässig eine verdeckte Bewehrung noch die vollständige Auflagerung einer Decke.
Wie werden Planstände übersichtlich?
Jeder Plan sollte eindeutig benannt sein und Datum sowie Änderungsstand tragen. Kennzeichnen Sie überholte Fassungen und halten Sie fest, welche Version zur Bearbeitung gilt. Werden Raumaufteilung oder Lasten geändert, informieren Sie die Planung vor der Umsetzung. Ein zentraler Planstand verhindert, dass unterschiedliche Beteiligte mit widersprüchlichen Grundlagen arbeiten.
Beispiel aus der Vorbereitung
Für einen Wanddurchbruch sind ein Grundriss mit markierter Öffnung, die gewünschte Breite und Fotos ein guter Einstieg. Nach Sichtung wird geklärt, ob etwa Deckenpläne, die alte Statik oder eine Untersuchung vor Ort notwendig sind. Die erste Anfrage und die vollständige Grundlage für eine Berechnung sind damit zwei verschiedene Schritte.
Für Architekten und Planungsbeteiligte
Bei der Übergabe sollten Bezugshöhen, Achsen, Nutzung und Lastangaben abgestimmt sein. PDF-Unterlagen sichern den lesbaren Planstand; bearbeitbare CAD- oder Modelldaten können nach Vereinbarung ergänzen. Offene Annahmen sind ausdrücklich zu dokumentieren.
Ihre Checkliste
- Standort und geplante Maßnahme beschreiben.
- Aktuelle Pläne und vorhandene Bestandsunterlagen zusammenstellen.
- Änderungen markieren und fehlende Angaben benennen.
Quellen und weiterführende Grundlagen
Quellenstand: 17.10.2026. Landesrechtliche Hinweise beziehen sich ausdrücklich auf NRW; in anderen Bundesländern gelten die jeweiligen Regelungen.
Allgemeine Orientierung. Erforderliche Untersuchungen, Nachweise und Ausführungsdetails sind für das konkrete Vorhaben festzulegen.
Ihr Vorhaben besprechen
Beschreiben Sie Ihr Projekt und teilen Sie mit, welche Unterlagen vorliegen. Gemeinsam klären wir die nächsten Planungsschritte.
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